Säure- Basen- Haushalt

24.12.2017 14:33

Säure-Basen-Haushalt

Ein gesunder Säure-Basen-Stoffwechsel ist ein wichtiger Faktor für
körperliches Wohlbefinden.

Besteht ein ständiger Überschuss von Säuren im Körper, kann das Puffersystem die Neutralisierung nicht mehr vollständig erbringen. Das ausgewogene Verhältnis von Säuren und Basen ist gestört. Überschüssige Säuren, die vom Puffersystem des Körpers nicht neutralisiert werden, werden im Gewebe (Pischinger Raum) eingelagert und können nicht mehr selbstständig abtransportiert werden. Man spricht in der alternativen Medizin über eine Gewebeübersäuerung oder einer latenten Übsersäuerung.

Ein Säureüberschuss im Körper kann mehrere Ursachen haben. Experten sind sich einig, dass hauptsächlich die Ernährung und die Lebensumstände dafür verantwortlich sind.

Ernährungsrelevant:

Entgegen der Vermutung schmecken Säure bildende Lebensmittel meist nicht sauer. Die Säuren entstehen vielmehr erst während des Verdauungsprozesses. Hauptsächlich gehören zu säurebildenden Lebensmittel die tierischen Erzeugnisse (Fleisch, tierische Fette), sowie alle Getreidesorten und Zucker. Alle unsere Grundnahrungsmittel würden unter dieser Kategorie fallen, sodass die Zufuhr nicht komplett weglassen werden kann. Nur eine ausgewogene Ernährung und viel basen bildende Lebensmittel können dabei einen Balance schaffen.

Physio- und Psychologische Relevanz:

Bei starker Muskelanstrengung kann der Körper Energie bereitstellen, ohne dass Sauerstoff benötigt wird. Wenn die Sauerstoffreserven der Zellen erschöpft sind, kann über diesen Weg sehr schnell Energie gewonnen werden, das wiederum zu Laktat (Milchsäure) umgewandelt wird.

Durch Krankheiten oder Medikamenteneinnahme kann die körpereigene Basenbildung gestört werden. Beispiele dafür sind: Stress, Umwelteinflüsse, Fieber, chronischen Erkrankungen (Diabetes, Fettstoffwechselstörungen) sowie auch bei Wunden und Verletzungen wandelt der Körper bestimmte Substanzen vermehrt in Säuren um. Bei Erkrankungen der Atmungsorgane (chronische Bronchitis,  Lungenentzündungen, Thoraxverletzungen, Asthma, etc.) kann das saure Kohlendioxid (C02) möglicherweise nicht ausreichend über die Lungen ausgeschieden werden. Auch Herzinsuffizienz und Beeinträchtigungen der Zwerchfell-Atmung beeinflussen die C02-Ausscheidung. Nierenerkrankungen (Entzündungen, Niereninsuffizienz) führen zu einer verminderten Ausscheidung von Säure über die Nieren.

Ungleichgewicht zwischen Säuren und Basen

Eine Übersäuerung des Körpers kann immer dann entstehen, wenn ein Ungleichgewicht zwischen Säuren und Basen im Körper besteht. Das heißt, die vorhandenen Basen können die anfallenden Säuren nicht in ausreichendem Masse neutralisieren und die Ausscheidungskapazität der Nieren ist erschöpft. Man unterscheidet hier eine kurzfristige akute Übersäuerung, die vom Körper wieder aufgefangen werden kann, von einer schleichenden, chronischen Übersäuerung, die zu ernsthaften, gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen kann.


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